Energieriegel gibt es für ganz unterschiedliche Anwendungsfälle und jede Anwendung stellt unterschiedliche Anforderungen an den Riegel. Für den Alltag, etwa im Büro oder unterwegs, sollen sie vor allem sättigen und einen kleinen Hunger stillen. Ein Riegel, der während dem Sport gegessen wird, soll dagegen Energie liefern, die möglichst schnell verfügbar ist und die Verdauung nicht unnötig belastet. Ob ein Riegel die entsprechenden Anforderungen erfüllt, hängt davon ab was drin ist.
Für einen "Alltagsriegel" sind ein hoher Ballaststoffanteil, Fette, Proteine und langkettige Kohlenhydrate die erste Wahl, da sie die Verdauung verlangsamen und die enthaltene Energie langsam aufgenommen wird. Das trägt zu einem konstanten Blutzucker bei und sorgt für eine langanhaltende Sättigung.
Diese Eigenschaften, die bei einem Alltagsriegel erwünscht sind, sorgen bei einem Riegel für den Sport aber eher zu Problemen. Warum ist das so? Beim Sport hat ein Riegel in erster Linie die Aufgabe den Körper mit Energie zu versorgen. Dabei spielen Kohlenhydrate die zentrale Rolle. Wenn dich das Thema interessiert, geht unser Artikel Kohlenhydrate beim Sport genauer darauf ein.
Mit dem Anwendungszweck der Energieversorgung gehen drei Kriterien im Vordergrund:
- Verfügbarkeit: Die Energie muss schnell verfügbar sein. Kohlenhydrate sollen während der Belastung möglichst zügig aufgenommen werden und nicht unnötig lange im Verdauungstrakt verbleiben.
- Verdaulichkeit: Die Verdauung sollte möglichst wenig belastet werden. Bei höherer Intensität wird die Verdauung weniger stark durchblutet. Schwer verdauliche Lebensmittel werden noch langsamer verdaut und können eher zu Magen-Darm-Beschwerden führen.
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Kaubarkeit: Der Riegel muss sich leicht essen lassen. Während dem Sport benötigt der Körper mehr Sauerstoff. Diesen Sauerstoff holt er sich über eine erhöhte Atemfrequenz. Wenn langes Kauen allerdings zu Atempausen führt, wird aus einer lockeren Belastung sehr schnell eine anstrengende. Deshalb sind beim Sport Riegel die leicht zu kauen sind und den Mund nicht austrocknen stark zu bevorzugen.
Aber welche Art von Riegel ist nun für welchen Zweck geeignet?
Haferriegel
Hafer liefert Ballaststoffe und Fett und sorgt dadurch für langanhaltende Sättigung. In 100 g Haferflocken stecken rund 10 g Ballaststoffe und etwa 7 g Fett. Ballaststoffe erhöhen den Verdauungsaufwand, während Fett die Magenentleerung verlangsamen kann. Die in Hafer enthaltenen Kohlenhydrate sind langkettig und werden nur langsam vom Körper aufgespalten und aufgenommen. Genau deshalb ist Hafer eine beliebte und hervorragende Grundzutat für viele "Alltagsriegel".
Doch genau diese Punkte machen Hafer als Grundzutat für einen Sportriegel weniger günstig. Der erhöhte Verdauungsaufwand kann zu einem schweren Gefühl im Magen führen und die Energie kommt bei intensiveren Einheiten einfach nicht schnell genug im Körper an. Hinzu kommt, dass Haferriegel eher trocken und schwer zu kauen sind. Doch auch, wenn Hafer nicht die optimale Grundzutat für einen Sportriegel ist, bleibt er ein hervorragendes Nahrungsmittel. Bei sehr lockeren Einheiten oder Belastungen, oder auch als Frühstück oder Mahlzeit vor einer Einheit mit entsprechender Pause zum Verdauen kann er sehr gut funktionieren.
Fruchtriegel
Getrocknete Früchte wie Datteln liefern natürliche Süße und verschiedene Zuckerarten. Sie bringen außerdem, im Falle von Datteln, 8g Ballaststoffe pro 100 g mit und sorgen für eine klebrige, zähe Konsistenz, die einen Riegel deutlich prägt. Riegel mit einem sehr hohen Fruchtanteil halten trotz der enthaltenen Ballaststoffe nicht so lange satt wie Haferriegel, weil die enthaltenen Kohlenhydrate in erster Linie schnell verdauliche Zucker sind. Für den Alltag sind sie damit immer noch eine gute Wahl, vor allem als kleiner Snack zwischendurch.
Auch für den Sport können Fruchtriegel gut funktionieren, vor allem wenn sie mit Glukosequellen kombiniert werden. Warum das so ist, kannst du in unserem Artikel Carb-Ratio nachlesen. Allerdings haben Fruchtriegel auch einen sehr prägnanten Eigengeschmack, der nicht immer gut ankommt und unter Anstrengung schnell widersteht. Auch wenn die Energie aus Fruchtriegeln recht schnell aufgenommen wird, erhöhen die enthaltenen Ballaststoffe den Verdauungsaufwand unnötigerweise.
Nussriegel
Nüsse liefern vor allem Fett und Protein, dazu einen gewissen Anteil an Ballaststoffen. 100 g Mandeln enthalten beispielsweise rund 50 g Fett, 21 g Protein und 12 g Ballaststoffe. Für einen Alltagsriegel ist diese Kombination ideal, sie sättigt langanhaltend und liefert wertvolle Nährstoffe für die tägliche Ernährung.
Während einer Belastung wird genau das zum Problem. Fett verlangsamt die Magenentleerung erheblich, Protein wird ebenfalls nur langsam verdaut, und beides bremst die schnelle Energiebereitstellung. Hinzu kommt, dass Nüsse pro Gramm vergleichsweise sehr wenig Kohlenhydrate liefern. Bei sehr langen, niedrig intensiven Belastungen mit ausreichend Zeit zum Verdauen können sie trotzdem einen Platz haben, für die schnelle Energiezufuhr während einer intensiven Einheit sind sie aber nicht die passende Wahl.
Riegel aus Reis
Weißer Reis enthält nur rund 1g Ballaststoffe und weniger als 1g Fett pro 100g. Auch die Kohlenhydrate sind eher kurz und werden schnell vom Körper aufgenommen. Als Alltagsriegel wäre das eher ein Nachteil, wenig Ballaststoffe und Fett bedeuten auch weniger langanhaltende Sättigung.
Doch beim Einsatz in Sportriegeln kann Reis seine Stärken voll ausspielen. Die geringe Menge an Ballaststoffen und Fett sorgt für wenig zusätzlichen Verdauungsaufwand. Die Kohlenhydrate stehen schnell zur Verfügung und generell ist die Belastung auf den Verdauungstrakt sehr niedrig. Mit der richtigen Verarbeitung erhält Reis eine crispy-leichte Textur, was Riegel aus Reis sehr einfach zu kauen machen kann. Der neutrale Eigengeschmack von Reis schafft Spielraum in der Gestaltung unterschiedlicher Geschmacksrichtungen, was dafür sorgt, dass der Riegel auch nach mehreren Stunden Belastung noch gut schmeckt.
Unser LIKA CRISPY BAR
Unsere LIKA CRISPY BARS sind für den Sport entwickelt. Deshalb war von Anfang an klar, dass wir auf Reis als Grundzutat setzen. Unser Crispy Reis aus ganzen Reiskörnern bietet eine angenehme Textur die leicht zu kauen ist. Haferflocken sind enthalten, aber nur zu einem kleinen Teil. Der Hafer dient vor allem dazu, die Energiebereitstellung ein kleines bisschen zu verlängern, aber ohne dabei schwer im Magen zu liegen. Weil wir auf glutenfreien Hafer setzen und in einer allergen-freien Produktion herstellen, sind unsere Riegel glutenfrei, laktosefrei, sojafrei, nussfrei und außerdem vegan.
Fazit: Die Grundzutaten entscheiden über die Funktion
Nicht jede gute Zutat für den Alltag ist automatisch eine gute Zutat für einen Sportriegel. Aspekte wie Sättigung, Ballaststoffe und Proteine, die einen Riegel gut geeignet fürs Büro oder unterwegs machen, bringen beim Einsatz im Sport, wo die Versorgung mit Kohlenhydraten im Vordergrund steht, eher Nachteile mit sich. Unsere Riegel basieren auf Reis, weil er im Vergleich zu Hafer, Früchten oder Nüssen schlichtweg am besten geeignet für die Anwendung im Sport ist.